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06.06.2016, 19:46 Uhr
Kampf dem Krach
Stadt veranstaltete Lärmspaziergang
Ein jeder kennt es: man steht auf der Weseler Straße und will sich unterhalten. Doch: es ist einfach viel zu laut. Autos rasen an einem vorbei. Busse und LKWs geben den Rest dazu. Was subjektiv klar war – nämlich eine extreme Lautstärke – zeigte sich auch in der vergangenen Woche beim Lärmspaziergang der Stadt Münster. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit hatte hierzu geladen.

Los ging es an der Josephskirche an der Hammer Straße. Nach einleitenden Worten des zuständigen Mitarbeiters der Stadt, Herrn Muddemann, ging es los auf dem rund zweistündigen Marsch durchs Viertel. Immer wieder hielten die rund 15 Teilnehmenden, um aktuelle Lärmwerte zu messen. Und stellten dabei fest, dass innerhalb von wenigen hundert Metern Luftlinie Distanz extreme Unterschiede in der Lautstärke bestehen.

So steigerten sich die gemessenen Lärmpegel von rund 63 dB(A) an der Hammer Straße bis auf (weit) über 70 an der Weseler Straße. Dazwischen lag die Moltkestraße, auf der auch insgesamt mehr Fahrzeuge fahren, als auf der Hammer Straße.

„Hier gilt es, im Lärmaktionsplan auf diese Werte hinzuweisen und mögliche Gegenmaßnahmen darzustellen“, erläuterte Muddemann. Der Lärmaktionsplan werde alle 5 Jahre fortgeschrieben.

Mögliche Maßnahmen, dem Lärm entgegenzuwirken seien – so die Vertreter der Stadt – u. a. Tempo 30 bzw. auch die Unterstützung bei der Beschaffung von schallschutzoptimierten Fenstern.

Doch nicht überall war es so laut, wie bei den ersten drei Stopps: Sowohl auf der Geiststraße als auch der Hornstraße und abschließend im Südpark waren die Werte gering.

„Ein Grund mehr, Rückzugsorte wie den Südpark zu behalten“, befand Ortsunions-Vorsitzender Dr. Ulrich Müller.

Dem pflichtete auch Dr. Linus Tepe, stellvertretender Vorsitzender und Mitglied der Bezirksvertretung Münster-Mitte bei: „Wir müssen bei allen Maßnahmen schauen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, einmal abzuschalten. Ruhe ist ein wichtiges Gut. Gerade in der heutigen Zeit“, so der Christdemokrat.

Ob allerdings – wie geplant – eine längere Ausweisung von Tempo 30 auf der Hammer Straße dazu wirklich geeignet sei, bezweifelten viele Teilnehmenden.

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