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17.02.2012, 11:09 Uhr
Lichter erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus
CDU Münster lädt Bürgerinnen und Bürger zum Innehalten ein
Mit einer ganz besonderen Form des Erinnerns möchte die CDU Münster – Ratsfraktion, Kreisverband und Ortsunionen – am 27. Februar bewusst einen Kontrapunkt zur Neonazi-Demonstration am 3. März setzen:  Ab 17.30 Uhr werden auf Initiative von Bürgermeisterin Karin Reismann die Mitglieder an den sogenannten Stolpersteinen der Stadt kleine Lichter aufstellen. Die  zehn Mal zehn Zentimeter großen Steine mit Messingplatte waren bereits im Jahre 2004 an den ehemaligen Wohnorten der ausgegrenzten, verfolgten und ermordeten Opfer des Nationalsozialismus in den Bürgersteig eingelassen worden und tragen an der Oberfläche einen eingestanzten Hinweis auf Namen, Jahrgang und das Schicksal der einzelnen Menschen.
Bürgermeisterin Karin Reismann
„Wir möchten deutlich machen, dass wir Rechtsextremen, Neonazis und Menschen, die Menschenverachtung und Unfrieden verbreiten, in unserer Stadt keinen Raum bieten“, erläutert Karin Reismann die Initiative. „Heute nicht, am 3. März nicht und auch in Zukunft nicht.“

Die CDU sei nicht bereit tatenlos zu akzeptieren, dass in einer Stadt, die wie kaum eine andere für Frieden und Toleranz stehe, Nationalsozialisten für Abgrenzung und gegen Menschen anderer Nationen demonstrierten, so Reismann weiter. Reismann: „Zwar schützt das Grundgesetz die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Daher müssen wir auch den Menschen, die die Grundlagen der Verfassung mit Füßen treten, diese Rechte gewähren. Doch sind die Lichter an den Stolpersteinen eine gute Möglichkeit, deutlich andere Töne anzustimmen.“
Zentraler Treffpunkt ist um 17.30 Uhr an „Stolperstein 27“ vor dem First Reisebüro, Salzstraße 36. „Jeder Stolperstein in der Innenstadt soll bedacht werden“, erklärt Karin Reismann. Ihren symbolträchtigen Endpunkt findet die Aktion an „Stolperstein 25“, auf dem Platz des Westfälischen Friedens.
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