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17.06.2015, 11:14 Uhr
Missbrauch des Steuerwettbewerbs in der EU beenden
Die Europäische Kommission stellt heute einen "Aktionsplan für ein faireres System der Kon-zernbesteuerung in der EU" vor. "Ich begrüße die Absicht der Kommission, Steuertransparenz und -gerechtigkeit herzustellen, die zu einer Wirtschafts- und Währungsunion gehören. Steuern müssen dort gezahlt werden, wo Produkte produziert und Dienstleistungen erbracht werden. Dazu bedarf es eines verbindlichen Informationsaustausches nationaler Finanzbehörden. Zudem ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, dass die Kommission die Arbeit an einer gemein-samen Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer wieder aufnimmt", so Markus Pieper (CDU), Mittelstandssprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.
"Der Steuerwettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten ist zwar legitim. Die Aushöhlung der Steuerbasis im Konzernverbund mit entsprechenden Gewinnverlagerungen ist jedoch ein Miss-brauch dieses Wettbewerbs. Während europaweit tätige Konzerne jedes Schlupfloch im Steuer-recht nutzen, haben kleine und mittlere Unternehmen diese Möglichkeit oftmals nicht", sagt der Mittelstandspolitiker.

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