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02.12.2016, 12:43 Uhr
CDU-Landtagskandidatin Simone Wendland ist gegen Hygieneampel
CDU-Politikerin spricht mit Gastronomen
Die CDU-Landtagskandidatin Simone Wendland hat den münsterschen Gastronomen ihre Unterstützung im Kampf gegen die von der rot-grünen Landesregierung geplante Hygieneampel zugesagt. Nach den Plänen der Landesregierung sollen Gaststätten, Bäckereien und Cafés demnächst in Form einer Ampel öffentlich bekannt machen, wie sie bei Kontrollen durch die Lebensmittelaufsicht abgeschnitten haben. „Das ist wieder ein typischer Fall von Überregulierung á la Rot-Grün in NRW“, sagte Wendland bei einem Gespräch mit Marcus Geßler und Renate Dölling vom Hotel- und Gaststättenverband.
Marcus Gessler, Renate Dölling u. Simone Wendland (v.l.n.r.)
Alleine schon die Tatsache, dass das Prüfungsergebnis von 32 völlig unterschiedlichen Prüfkriterien in einem Ampelsymbol zusammengefasst wird, zeige, dass die Hygieneampel Gästen und Verbrauchern keine wirkliche Information gebe. „Das ist in etwa so, als wenn es demnächst nur noch eine einzige Schulnote auf dem Zeugnis geben würde“, sagte die CDU-Landtagskandidatin.
Geßler kritisierte, dass die Hygieneampel Ausdruck eines grundsätzlichen Misstrauens der Landesregierung  gegenüber der Gastronomie ist. „90 Prozent aller Prüfungen sind ohne jede Beanstandung, dennoch sagt der zuständige Minister Remmel, ein Besuch in der Gastronomie sei wie Russisches Roulette“, so Geßler. Es sei auch nicht verständlich, warum NRW hier vorpresche.  „Die Landesregierung rühmt sich als erste eine Hygieneampel einzuführen, tatsächlich führt das nur zu Verunsicherung und Benachteiligung“, so Geßler. Insbesondere grenznahe Betriebe hätten Probleme, ihren Kunden zu erklären, warum bei ihnen eine Ampel aushänge und im benachbarten Niedersachsen nicht. „Völlig abenteuerlich wird die ganze Sache dann, wenn Niedersachsen auch eine Ampel einführt, aber andere Kriterien für Grün, Rot oder Gelb zu Grunde legt“, sagte Geßler.
Das Vorpreschen der nordrhein-westfälischen Landesregierung erwecke den Eindruck, als ob es in NRW besonders große Hygieneprobleme gebe, beklagte Dölling einen Imageschaden für die Gastronomie des größten Bundeslandes. „Wenn es schon eine Hygieneampel geben muss, dann bitte so, dass der Gast auch weiß, was Rot, Grün oder Gelb bedeutet und das einheitlich in ganz Deutschland“, so Dölling.

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