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16.12.2016, 12:25 Uhr
Nicht alles neu machen, aber manches verbessern
CDU-Landtagskandidat Stefan Nacke beim schulpolitisches Fachgespräch in Düsseldorf
Keine generelle Wiedereinführung von G8 an Gymnasien und der Erhalt ortsnaher Förderschulangebote waren u.a. die Themen des schulpolitischen Fachgesprächs von Stefan Nacke, CDU-Kandidat für den Wahlkreis Münster-Süd, mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Baumgarten, wissenschaftlicher Referent der CDU-Fraktion für die Bereiche Schule und Weiterbildung.
Einig ist man sich in der Bewertung, dass eine generelle Wiedereinführung des 9-jährigen Bildungsgangs am Gymnasium wohl utopisch – und an vielen Orten auch gar nicht gewünscht – sei. Ein weiteres Thema war die Forderung der CDU, die ortsnahen Förderschulangebote in NRW nicht auszudünnen. "Bei allem guten Willen zur Inklusion sind sie doch in vielen Fällen der Ort, an dem förderungsbedürftigen Kindern am besten geholfen werden kann," betont Nacke. Kinder mit einem Lernförderbedarf an einem speziell dafür vorgesehenen Gymnasium auszubilden, obwohl klar ist, dass diese Kinder den dort vorgesehenen Abschluss, nämlich das Abitur, nicht erreichen können und sollen, bewerten die Christdemokraten als unlogisch und kontraproduktiv. "Im Ergebnis kommt man auf diesem Wege womöglich eher zu einer Verschärfung der Exklusion," ist man sich einig. Wichtiger sei es, für alle Schulabgänger auch einen Ausbildungs- oder Berufsweg zu öffnen, um so gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, die Schulaufsicht deutlicher als bisher zu einer Service-Institution für die Unterstützung der schulischen Arbeit vor Ort zu entwickeln. "Die Unterstützung der engagierten Arbeit in den Kollegien unserer Schulen ist bestimmt ein besseres Instrument zur Entwicklung unseres Bildungssystems als eine Top-down-Aufsicht," formuliert Nacke den Grundgedanken für diese Forderung.
Wer Schule verbessern will, sollte vielleicht an den hektischen Reformwerken vergangener Jahre sparen und dafür sorgen, dass Lehramtsstudium, Lehrerausbildung, Schulaufsicht/Schulservice und Schulpraxis besser miteinander vernetzt werden. "Natürlich arbeitet Schule nicht im luftleeren Raum abseits der Gesellschaft. Aber man muss ihr auch zutrauen, sich in diesem Umfeld sinnvoll und organisch aus der eigenen Erfahrung zu entwickeln," umreisst Nacke die Pole, zwischen denen er sich eine Entwicklung der Schulen vorstellt.

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