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03.03.2017, 11:21 Uhr
CDU fragt zur Windkraftanlage Haskenau nach
Die CDU-Ortsunion Gelmer/Dyckburg hat sich der Kritik zahlreicher Gelmeraner an der auf der Haskenau geplanten Windkraftanlage angeschlossen. Insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen der künftig wohl mehr als 200 Meter hohen Anlage auf das Wohngebiet „Rossheide“ hat sich der Vorsitzende der Ortsunion, Robert Neuhaus, jetzt mit einem Fragenkatalog an Oberbürgermeister Markus Lewe gewandt.
„Wir stehen zur Energiewende und zu den nicht immer konfliktfreien Entscheidungen der Mandatsträger. Es ist aber offenbar so, dass hier der Bau eines der derzeit größten Windräder der Welt vorangetrieben werden soll. Wegen der direkten Nähe zu Gelmer und insbesondere zur Wohnsiedlung Rossheide sehen wir die konkrete Umsetzung kritisch“, sagte Neuhaus. Außerdem sei die Rossheide seinerzeit nur deshalb als Sondergebiet und nicht als echtes Wohngebiet ausgewiesen worden, um dort das Projekt „Wohnen mit Pferden“ verwirklichen zu können. „Neben Menschen leben dort also auch besonders empfindsame Tiere. Gerade deshalb sollten hier höhere Schutzstandards gelten“, sagte Neuhaus.

Die aus Gelmer stammende CDU-Landtagskandidatin Simone Wendland wies darauf hin, dass der Windenergieerlass des Landes geringere Abstandsflächen zur Wohnbebauung vorsieht als in anderen Bundesländern. „In Bayern gilt die 10H-Regel, also ein Mindestabstand in der zehnfachen Höhe des Windrads. In NRW gibt es keine pauschale Regelung, in der Regel kommt aber bei der Einzelfallprüfung nur die zwei- bis dreifache Höhe als Mindestabstand heraus“, so Wendland.

Neuhaus stellte in seinem Brief an den Oberbürgermeister auch kritische Fragen zum Bau der geplanten Windkraftanlage. „Wenn man die Örtlichkeiten kennt, fragt man sich, wie die riesigen Bauteile überhaupt an den geplanten Standort kommen sollen“, so Neuhaus. Er will daher wissen, ob möglicherweise die Zuwegungen ausgebaut werden müssen und wer die Kosten dafür übernimmt. Außerdem macht er sich Sorgen um die Auswirkungen auf die weitere Entwicklung Gelmers. „Neue Wohngebiete können perspektivisch nur entlang des Schifffahrter Damms entstehen. Es ist die Frage, ob diese Wohngebiete überhaupt ausgewiesen werden können, wenn auf der Haskenau eine Windkraftanlage von weit mehr als 200 Metern Gesamthöhe steht“, sagte der Christdemokrat.

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