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24.04.2017, 12:50 Uhr
Regionalpolitischer Offenbarungseid mit Fake-News
CDU Kandidatin Simone Wendland zum SPD-Münsterland-Plan
Die CDU-Landtagskandidatin Simone Wendland hat enttäuscht auf den vor wenigen Wochen vorgestellten „Münsterland-Plan“ der münsterländischen SPD-Landtagskandidaten reagiert. „Man könnte meinen, dass sich nicht nur die Mitglieder der Landesregierung, sondern sogar auch die münsterländischen SPD-Kandidaten in unserer Region überhaupt nicht auskennen“, sagte die Christdemokratin. Sie nannte es „mindestens irritierend“, dass der Flughafen Münster-Osnabrück in dem Papier mit keinem Wort erwähnt werde.  „Man weiß gar nicht, was schlimmer wäre: War das ein Versehen oder hat sich die SPD schon vom FMO verabschiedet?“, so Wendland. Sie forderte von der SPD ein klares Bekenntnis zum FMO.
Simone Wendland
Auf die drängendsten Fragen des Münsterlandes gäben die SPD-Kandidaten zudem keine konkreten Antworten. Ganz offensichtlich hätten sie gemerkt, dass der gerade von der SPD mitbeschlossene Landesentwicklungsplan die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum im Münsterland erschwere, trauten sich aber nicht das offen zu sagen. Mutige Politik für die wohnungssuchenden Menschen im Münsterland bedeutet in diesem Punkt Kritik an der Landesregierung. Das haben sich die Kandidaten nicht getraut“, sagte die CDU-Politikerin.

Problematisch sei auch das Bild, das die Münsterland-SPD von der Landwirtschaft habe. „Dass Landwirte in erster Linie mit ihrer Arbeit Geld für ihre Familien verdienen müssen, ist bei der SPD immer noch nicht angekommen“, sagte Wendland. Landwirtschaft werde von den Sozialdemokraten nicht als Wirtschaftsfaktor, sondern vor allem unter den Aspekten des Umwelt- und Verbraucherschutzes betrachtet.

Wendland nannte es bezeichnend, dass das Wort „Mittelstand“ in dem SPD-Papier zum Münsterland nicht auftauche. „Die mittelständische Struktur ist ein besonderes Kennzeichen der münsterländischen Wirtschaft“, sagte die Christdemokratin. Der Mittelstand leide aber besonders unter dem Hang der Landesregierung zur Bürokratisierung und Überregulierung. Dazu schwiegen die SPD-Kandidaten.

Positiv bewertete Wendland das Eingeständnis der münsterländischen SPD-Kandidaten, dass die Wahrnehmung des Münsterlandes bei der Landesregierung besser werden müsse.  „Die SPD rühmt sich in ihrem Papier bei der letzten Wahl fünf der elf Münsterland-Wahlkreise gewonnen zu haben und stellt am Ende der Wahlperiode fest, dass unsere Region nicht gut auf der Landesebene positioniert ist – das ist schon so etwas wie ein regionalpolitischer Offenbarungseid“, so die CDU-Landtagskandidatin.

Ärgerlich nannte Wendland es, dass die SPD-Kandidaten behaupteten, dass die CDU für die Wiedereinführung von Studiengebühren sei. „Das sind Fake-News. Im CDU-Landtagswahlprogramm steht das Gegenteil“, sagte die CDU-Politikerin.

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