Archiv

09.11.2017, 16:43 Uhr
CDU Münster ist gegen Drogenversuche an gesunden Menschen
Vorsitzender Rickfelder bejaht den Ablehnungsbescheid gegen städtischen Antrag
Die CDU Münster befürwortet das Nein zur Testabgabe von Cannabis an gesunde Menschen, wie es die Stadt Münster beantragt hatte. „Der Versuch sollte keinen medizinischen oder therapeutischen Zwecken dienen, es ging nur um scheinbare Vorteile des Rauschgifts für das Wohlbefinden, um soziale Aspekte sowie um das Abhängigkeitsrisiko“, kritisiert Parteichef Josef Rickfelder scharf. Laut dem zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verstößt das Vorhaben deshalb gegen den Schutzzweck des Betäubungsmittelgesetzes.

Rickfelder sieht kein Verhältnis zwischen wissenschaftlichem Nutzen und Gefahren für die Versuchskandidaten. „Die Möglichkeit einer Suchterkrankung der Probanden wurde scheinbar billigend in Kauf genommen“, beklagt er. „Unser Ziel ist es dagegen, für bereits Abhängige eine wirkliche Therapie mit dem Ziel der sozialen Wiedereingliederung sicherzustellen.“
Darüber hinaus weist Rickfelder auf das Problem des Drogentourismus hin. „Münster darf kein Hotspot für Dealer werden. Vielmehr muss dieses kriminelle Geschäft konsequent polizeilich verfolgt werden.“ Die Bundesoberbehörde habe ein unmissverständliches Signal gesetzt. „Den Widerspruch gegen den Bescheid unterstützen wir darum selbstverständlich nicht“, stellt Rickfelder klar. 

Nächste Termine

Weitere Termine