Archiv

20.01.2011, 09:01 Uhr
Arbeitskreis Planung der CDU-Fraktion zu Besuch bei der IHK

„Die regionale und überegionale verkehrliche Erreichbarkeit ist für den Wirtschaftsstandort Münster von zentraler Bedeutung", so das Resümee eines Gespräches zwischen Mitgliedern des Arbeitskreis Planung der CDU-Ratsfraktion und Joachim Brendel, IHK-Geschäftsführer für die Bereiche Verkehr und Handel. Brendel verdeutlichte, dass vor dem Hintergrund des weiterhin wachsenden Personen- und Güterverkehrs (+18 bzw. +74 % bis 2025) eine gezielte Verbesserung der überregionalen Verkehrsinfrastruktur wie der Weiterbau der Umgehungsstraße Münster (B 51/B481) und die Realisierung der B 64 n zwischen Warendorf und Rheda-Wiedenbrück für die Stadt von großer Bedeutung sei.

"Wir brauchen schnellere Verfahren, um mit den Entwicklungen anderer Volkswirtschaften mithalten zu können", unterstrich Stefan Weber, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Gerade der Ausbau des Flughafens Münster Osnabrück zeige, dass dieses und vergleichbare Planungsverfahren viel zu lange dauerten. „Wenn das OVG Münster im Mai 2011 hoffentlich endgültig "Grünes Licht" gibt,  sind seit der Antragsstellung 17 Jahre vergangen. Diese Zeit bedeutet für den FMO eine ungemeine Behinderung in seiner Entwicklung und eine große Ressourcenverschwendung durch Personal- und Geldeinsatzeinsatz für Prüfungen, Gutachten und Planungen“, so Weber weiter. Trotz zeitweiliger Krisen im Luftverkehr müsse von einer Verdoppelung der Fluggastzahlen bis 2025 ausgegangen werden. Mit dem Bau der Startbahnverlängerung könne der FMO Fakten schaffen, die seine Position auch vor dem Hintergrund der Flughafenplanungen im niederländischen Twente deutlich stärken würde.

IHK und CDU-Vertreter waren sich darüber hinaus einig, dass vor dem Hintergrund des starken Güterverkehrswachstums neben Verbesserungen in den Bereichen Straße und Flughafen auch die Schienen- und Wasserstraßenanbindung verbessert werden müssten. Dazu zähle besonders der seit Jahren angemahnte zweispurige Ausbau der Schienenstrecke "Münster - Lünen (-Dortmund)" und die direkte Anbindung an das ICE-Liniennetz der DB, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. „Auch die Chancen aus dem Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals sollten wir in und für unsere Region wirtschaftlich nutzbar machen und nach Möglichkeiten suchen, Münster als Umschlagplatz für Güter der Binnenschifffahrt zu erhalten“, so Weber.

Nächste Termine

Weitere Termine