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30.04.2014, 15:57 Uhr
Unterstützung und Rechtssicherheit für schwangere Frauen in Not
Sybille Benning informiert über das neue Gesetz zur vertraulichen Geburt

Am 1. Mai 2014 tritt das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft. Es wurde bereits in der letzten Wahlperiode unter Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nach intensiver Beratung im Deutschen Bundestag unter Zustimmung des Bundesrates verabschiedet.

„Jede Frau, die ungeplant und ungewollt schwanger ist, muss wissen, dass sie Unterstützung bekommt und wohin sie sich wenden kann – auch, wenn sie ihren Namen dabei nicht nennen will.“ erklärt Münsters Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (CDU). „Mit dem neuen Gesetz erhalten Schwangere in Not die Möglichkeit, ihr Kind sicher und – auf Wunsch vertraulich – in einer Klinik oder mit einer Hebamme auf die Welt zu bringen. Während der Schwangerschaft und in der Zeit danach werden sie von Schwangerschaftsberatungsstellen begleitet und betreut. Damit werden Gefahren vermieden.

, die entstehen, wenn eine Frau bei einer Geburt allein auf sich gestellt ist.“

Das Gesetz bietet die Möglichkeit, dass die werdenden Mütter ihre Daten vertraulich hinterlegen, damit das Kind später erfahren kann, wer seine leiblichen Eltern sind. Auch hat die Mutter nach der Geburt noch Zeit, sich zu entscheiden, ob sie mit ihrem Kind leben oder es abgeben möchte.

„Berichte über Mütter, die ihre Kinder aus Verzweiflung unmittelbar nach der Geburt aussetzen oder gar töten, weil sie niemanden hatten, dem sie sich anvertrauen konnten, schockieren jedes einzelne Mal“, so Benning, die selbst Mutter von vier Kindern ist. „Jetzt ist wichtig, das neue Gesetz und die damit verbundenen Wege bekannt zu machen, damit jede Frau weiß, wohin sie sich wenden kann, und die Not erst gar nicht so groß wird. Ich hoffe jetzt, dass die Frauen Vertrauen haben und die vorhandenen Hilfen auch annehmen“ Dazu gehören:

Die kostenlose Telefonnummer „Hilfetelefon – Schwangere in Not“:
0800 40 40 020 mit Ansprechpartnern in mehreren Sprachen ist 24 Stunden am Tag erreichbar

Die Homepage für die Online-Angebote: www.geburt-vertraulich.de

Ab der zweiten Jahreshälfte 2014 gibt es hier auch das Angebot einer anonymen online-Beratung.

Die Broschüre „Die vertrauliche Geburt – Informationen über das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ kann über folgende Adresse bestellt werden:

 

Postfach 48 10 09, 18132 Rostock

E-Mail: publikationen@bundesregierung.de

Tel.: 03018 272 2721

Fax: 03018 10272 2721

 

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