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06.05.2014, 16:24 Uhr
Sybille Benning: Inklusion darf nicht zum Zankapfel werden
Aktion Weltklasse! Ein Recht auf Schulklassen weltweit
 Weltweit leben etwa 93 Millionen Mädchen und Jungen unter 14 Jahren mit Behinderungen. Laut UNESCO besucht in den Ländern des Südens nur eins von zehn Kindern dieser Kinder regelmäßig eine Schule. Viel zu oft werden sie von der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Gerade weil ihr Recht auf Bildung häufig verletzt wird. Denn: Bleiben Menschen von Bildung ausgeschlossen, können sie ihr volles Potenzial nicht entfalten und weder am kulturellen noch am sozialen, wirtschaftlichen oder politischen Leben ihrer Gemeinschaft teilnehmen.
Am 7. Mai veranstaltet die Globale Bildungskampagne – Weltklasse! darum einen Aktionstag unter dem Motto „Inklusive Bildung für Kinder mit Behinderungen“.
 
Münsters Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (CDU) unterstreicht anlässlich der Aktion die Bedeutung inklusiver Bildung:
„Im südlichen Teil der Welt wird hart für Inklusion gekämpft. Wir sind aufgefordert zu helfen und zu unterstützen. Zu Hause dürfen wir uns darum nicht die Blöße geben, das Thema „Inklusion“ zur Streiftrage zwischen Kommunen und Ländern verkommen zu lassen.
In Deutschland haben wir vor fünf Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Vor zwei Jahren wurde der Nationalen Aktionsplan beschlossen. Seitdem ist klar, dass Menschen mit Behinderung gehören von Anfang an dazu. Dazu hat sich Deutschland verpflichtet.
In der Großen Koalition haben wir mit dem Bundesleistungsgesetz nach den Entlastungen der Kommunen bei der Grundsicherung im Alter in der letzten Wahlperiode die kommunalfreundliche Politik fortgeführt. Mit Inkrafttreten des Gesetzes ist eine Entlastung von 5 Milliarden Euro im Koalitionsvertrag vorgesehen. Zurzeit arbeiten wir daran, ein modernes Teilhaberecht auf den Weg zu bringen. Damit die Umsetzung von inklusiver Bildung gelingt, müssen jetzt auch die Länder ihren Beitrag leisten und den Kommunen eine verlässliche finanzielle Grundlage bieten.“
 
Um die Bedeutung der inklusiven Bildung weltweit zu stärken ruft Benning darum Schulen und Schulklassen mit ihren Lehrer zur Teilnahmen am diesjährigen Wettbewerb der Kampagne auf: 
Was bedeutet inklusive Bildung weltweit? Wie kann man diesem Begriff Leben einhauchen und ihn bildlich darstellen? Kreative Ideen sind gefragt: Von einem Foto einer Rampe im Schulgebäude bis hin zu einem Video, einem Hörspiel, einem Flashmob für Inklusion sind keine Grenzen gesetzt!
Wichtig ist, dass in der Darstellung der globale Bezug des Themas deutlich wird. Der Hauptgewinn ist ein erlebnisreicher Klassenausflug. Wer gewinnt, entscheidet eine inklusive Jury, die im Juli nach Einsendeschluss (15. Juli) alle Beiträge sichtet. Weitere Informationen gibt es hier:
 
 
Hintergrund:
Gegründet wurde die Global Campaign for Education 1999 von drei Organisationen: Oxfam, Action Aid und Education International. Heute gehören der Kampagne Entwicklungsorganisationen, Bildungsgewerkschaften und zivilgesellschaftliche Netzwerke in über 80 Ländern an.
Jedes Frühjahr veranstaltet die Globale Bildungskampagne weltweite Schulaktionswochen und einen Kreativwettbewerb mit dem Ziel, Schüler und Schülerinnen über Bildungsungerechtigkeit zu informieren und öffentlichen Druck zu erzeugen. Dazu stellt sie jährlich Unterrichtsmaterialien bereit, die kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden können. In Deutschland finden die Aktionswochen seit 2012 unter dem Titel Weltklasse! statt.
 

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