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10.11.2014, 14:53 Uhr
95.000 Euro für Münsters Überwasserkirche
Bund unterstützt kulturelles Erbe in Münster
Jetzt wurde im Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages das Denkmalschutzsonderprogramm beschlossen. Für die Überwasserkirche in Münster gibt der Bund 95.000 Euro, damit die Chor- und Schildwandfester der katholischen Gemeindekirche fachgerecht saniert werden können.
Mit ihrem mächtigen Westturm ist sie für Münster stadtbildprägend. Als zweitälteste älteste Kirchengründung auf dem Gebiet unserer späteren Stadt, gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern Westfalens.

Sybille Benning (CDU), Münsters Bundestagsabgeordnete, hat das Projekt bei der Bewerbung um die Fördermittel mit unterstützt. „Ich freue mich sehr, dass die Fördermittel unserer Kirche zu Gute kommen. Konkret geht es darum, die Fenster im Chor und der Schildwand vor Verwitterung und Glasbruch zu retten.“

Im Zuge der Fassadensanierung zeigte sich, wie beschädigt die Substanz der  Fester bereits ist, starke Wölbungen der Fensterflächen und Sturmstangen wurden sichtbar.

In Zusammenwirken mit dem münsterschen Landtagsabgeordneten Thomas Sternberg stellte das Architektenbüro Ubbenhorst darum den Antrag auf Förderung bei der Beauftragten Bundesregierung für Kultur und Medien, der gebürtigen Münsteranerin, Staatsministerin Monika Grütters. Mit Erfolg!

Zwar sind Denkmalschutz und Denkmalpflege in erster Linie Aufgaben der Länder, der Erhalt wichtiger nationaler Kulturdenkmäler ist aber von je her auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes. Seit 2008 hat die Kulturbeauftragte Grütters neben den sonstigen Denkmalpflegeprogrammen vier Denkmalschutz-Sonderprogramme mit insgesamt rund 130 Millionen Euro aufgelegt, durch die der Bund dringende Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kulturdenkmälern ermöglicht.

Die Maßnahmen erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet und leisten damit einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Diese zusätzlichen Bundesmittel, die durch Kofinanzierung in mindestens gleicher Höhe von Ländern, Kommunen, Eigentümern und engagierten Projektträgern ergänzt werden, kommen vor allem kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben zugute. In Deutschland rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler gibt: von Einzeldenkmälern bis zu ganzen historischen Stadtkernen. Ein Drittel davon gilt als gefährdet oder dringend sanierungsbedürftig. Neben Ländern und Gemeinden hilft auch der Bund, dieses kulturelle Erbe zu erhalten.

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