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16.01.2015, 15:06 Uhr
„Was man nicht im Boden hat, muss man in der Birne haben“
Sybille Benning zum Nationalen Bildungsbericht 2014 im Deutschen Bundestag
Deutschland hat kaum Bodenschätze, ist aber spitze in Bildung und Forschung. „Deutschland lebt von seinen Köpfen. Anders gesagt: Was man nicht im Boden hat, muss man in der Birne haben.“ Das sagte Münsters Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (CDU) heute anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag zum Nationalen Bildungsbericht 2014.

„Der Nationale Bildungsbericht untersucht die einzelnen Stationen des Bildungsweges. Eine Station baut dabei auf der vorherigen auf. Je besser ein Bildungsschritt gelingt, desto günstiger für den folgenden. Unter Führung der Union sind wir in den letzten Jahren bei der Verbesserung jeder einzelnen Stufe deutlich vorangekommen.“ So Benning.

Die Frühkindliche Bildung habe dabei eine ganz besondere Bedeutung, da sie das Fundament für alle weiteren Schritte bilde. „Nach wie vor sind es die Eltern, die in dieser Zeit entscheiden, welche Angebote ihr Kind wahrnimmt. Besonders für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern kommt es daher entscheidend darauf an, ihre Eltern anzusprechen und einzubeziehen.“

„Unser Wissen macht uns auch wirtschaftlich stark. Dabei haben wir einen wachsenden Bedarf in den sogenannten MINT-Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier müssen wir noch mehr junge Menschen begeistern, gerade auch mehr junge Frauen, damit sie sich für Berufe in diesem Bereich interessieren.“ Die Initiativen „Haus der Kleinen Forscher“ und „Komm, mach MINT“ verzeichnen hier bereits sehr gute Erfolge.

Noch immer schafft nicht jeder einen Schulabschluss und auch nicht jede angefangene Ausbildung wird erfolgreich zu Ende geführt. Dazu Benning: „Wir brauchen beides: wir brauchen berufliche und akademische Bildung. Und ich halte die weitere Verzahnung beider Systeme für unabdingbar. Gemeinsam mit den Hochschulen und mit den Kammern suchen wir nach neuen Lösungen, wie es weitergehen kann, wenn ein begonnener Bildungsweg nicht abgeschlossen wurde. Damit aus dem scheinbaren Scheitern eine genutzte Chance wird, müssen wir klären: Was kann angerechnet werden? Von einer Ausbildung für eine andere, von einem begonnenen Studium für eine Ausbildung und von auf dem Ausbildungsweg erworbenen Qualifikationen für ein Studium.“

 „Betonen möchte ich: Für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen ist das Zusammenwirken aller Akteure zwingend erforderlich: Bund, Länder, Kommunen und die Bildungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir kennen unsere Aufgaben und gehen sie entschlossen an.“

 


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