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28.05.2015, 15:17 Uhr
Deutschlandstipendium: 24 Millionen Euro von privaten Förderern für mehr als 22.500 Stipendiaten bundesweit
Sybille Benning: Die neue Förderkultur hat sich etabliert
Das Deutschlandstipendium ist 2011 gestartet. 2014 förderte es bereits 22.500 Stipendiaten. Allein 2014 haben private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen 24.000 Euro für das Programm aufgebracht. Das gab das Statistische Bundesamt heute bekannt.
 
„Das Deutschlandstipendium hat mit seiner hälftig getragenen Förderung durch private Spender und den Bund eine neue Förderkultur ins Leben gerufen. Sie hat sich mittlerweile fest etabliert.“ begrüßt Sybille Benning, die für die Union Berichterstatterin für das Deutschlandstipendium ist, die neuen Zahlen. „Das Stipendium fördert engagierte Studierende, die sich ehrenamtlich engagieren, was wir alle nicht hoch genug schätzen können. Unsere ganze Gesellschaft braucht nicht noch mehr Selbstoptimierer, sondern Menschen, die über den Tellerrand schauen und sich für andere einsetzen, hier und anderswo. Genau solche Menschen erreicht und fördert das Deutschlandstipendium.“
Ein Stipendiat erhält 300 Euro im Monat, von denen die 150 Euro aus privaten Mitteln stammen, die andere Hälfte trägt der Bund. Studierende werden einkommensunabhängig unterstützt. Es zählen gesellschaftliches Engagement und hervorragende Leistungen, wobei besondere Hürden in der Bildungsbiographie berücksichtigt werden.
 
„Gerade die Anerkennung durch das Stipendium, so haben mir viele junge Menschen versichert, stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Motivation, weiterhin diese hohe Leistung zu bringen.“, berichtet Benning. „Und auch wenn 300 Euro niemanden voll finanzieren, machen sie doch oft den entscheidenden Unterschied aus, ob ein Nebenjob nötig ist, ein Auslandssemester drin ist oder die Belegung von Kursen über den normalen Lehrplan hinaus.“
 
In Nordrhein-Westfalen wurden 2014 die meisten Stipendien vergeben. Auch in Münster selbst wächst die Zahl der Stipendiaten für das Pro Talent - Deutschlandstipendium stetig weiter. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster verzeichnet mit 223 Stipendiaten, die von 84 Förderern unterstützt werden, im aktuellen Förderjahr 2014/2015 einen neuen Rekord. Die verantwortungsbewusste Auswahl der Stipendiaten erfolgt zentral unter Beteiligung der einzelnen Fachbereiche. Für die Uni Münster ist dieses Verfahren ein Stück „gelebte demokratische Kultur“.
 
„Bei den Studierenden ist das Stipendium höchst begehrt.“, weiß Benning. „Damit noch mehr Bewerberinnen und Bewerber ein Deutschlandstipendium erhalten können, brauchen wir jetzt noch mehr private Förderer. Für sie ist es eine Möglichkeit, mit überschaubaren Beträgen ein überschaubares Engagement zu leisten. Zusätzlich ist es eine Möglichkeit, Kontakt zur örtlichen Hochschule und ihren Studierenden zu knüpfen und einen eigenen nachhaltigen Beitrag zu leisten, denn jedes Stipendium entfaltet seine eigene Wirkung.“

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