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29.02.2016, 16:41 Uhr
Längerfristige Förderung der Mehrgenerationenhäuser gesichert
Gestaltung des demografischen Wandels und Integration von Menschen mit  Migrations- und Fluchtgeschichte bilden künftig die beiden inhaltlichen Schwerpunkte

Künftig wird es auch eine weitere Förderung der Mehrgenerationenhäuser geben. Im Anschluss an das bis Ende 2016 verlängerte Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II wird am 1. Januar 2017 ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern starten, das bis 2020 laufen soll.  Bisherige Standorte und Trägerstrukturen sollen dabei möglichst umfassend erhalten bleiben, um Erfahrungswissen zu sichern.

Das neue Bundesprogramm ermöglicht den Mehrgenerationenhäuser allerdings mehr Flexibilität in ihrer Arbeit. Damit sollen sie ihre Angebote künftig noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten und so die Wirkung der Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen weiter stärken.

Schwerpunkte bilden künftig die „Gestaltung des demografischen Wandels“ (obligatorisch) und „Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte“ (zusätzlich fakultativ). Generationenübergreifende Arbeit, Einbindung freiwilligen Engagements und Sozialraumorientierung bilden die drei zusätzlichen Querschnitzziele.

„Das Erfüllen der aktuellen Kriterien dürfte keinem der bestehenden Häuser Probleme bereiten. Schon heute engagiert sich ein großer Teil der Münsteraner Stadtbevölkerung bereits seit längerem in der Flüchtlingshilfe. Die Initiative für Flüchtlinge in Mehrgenerationenhäusern würde einen wertvollen Beitrag zur Lösung der derzeitig großen Herausforderung hinsichtlich der Integration von Einwanderern darstellen.“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning.

Unverändert bleibt die Gesamtförderung je Haus in Höhe von jährlich 40.000 Euro. Davon werden 30.000 Euro durch den Bundeszuschuss finanziert und 10.000 verbleiben der Kofinanzierung durch die jeweilige Kommune. Darüber hinaus wird der künftig flexiblere Einsatz der Fördermittel für Personal- und Sachmittel die Mehrgenerationenhäuser in ihrer Organisation unterstützen.

Bereits 2016 werden zudem in einem Pilotprojekt mit bis zu zehn weiteren Mehrgenerationenhäuser die Vorgaben und Inhalte des neuen Bundesprogramms ab 2017 erprobt. Die Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie und der Start des Interessenbekundungsverfahrens mit zwei Informationsveranstaltungen sind für April geplant. Auch alle bisher geförderten Mehrgenerationenhäuser sind dazu eingeladen, am Interessensbekundungsverfahren teilzunehmen, um sich danach an den Antragsverfahren zu beteiligen. Eine Bewerbung neuer Häuser für die Teilnahme am Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern ist ebenso erwünscht.

„Ich begrüße ausdrücklich das neue Bundesprogramm zur Förderung der Mehrgenerationenhäuser. Damit wird die Forderung der CDU/CSU-Fraktion endlich umgesetzt. Der Grundstein für eine weitere Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser zumindest bis zum Jahr 2020  ist gelegt und gibt den Kommunen Planungssicherheit. In Münster können wir auf bereits vorhandenes Erfahrungswissen zurückblicken. Eine Fortführung und Weiterentwicklung der gesellschaftlich gewinnbringenden Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in Münster begrüße und unterstütze ich mit aller Kraft.“, verdeutlicht Sybille Benning.

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