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01.09.2016, 14:55 Uhr
Nachhaltige Maßnahmen für junge Frauen am Arbeitsmarkt
Sybille Benning besucht das Jobcenter

„Das Jobcenter in Münster leistet eine hervorragende Arbeit und das mit dem Hintergrund einer steigenden Zuwanderung und einer somit zunehmenden Arbeitsverdichtung“, so die Bundestagsabgeordnete aus Münster (CDU) Sybille Benning. Darüber hinaus befürwortet die Abgeordnete die Förderung einer kultursensiblen Wertevermittlung für Frauen mit Fluchthintergrund über das Leben und Arbeiten in Deutschland, da der Kontakt zu dieser Personengruppe oftmals durch kulturbedingte Barrieren erschwert wird. Der Leiter des Jobcenters Ralf Bierstedt und Benning sind sich einig, dass durch eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration auch eine soziale Integration erfolgreich gelingen kann.

In dem gemeinsamen Gespräch zusammen mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Eva-Maria Geißmann, informierte sich die Münsteraner Bundestagsabgeordnete Sybille Benning über die Arbeit des Jobcenters. Ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf die berufliche Orientierung von jungen Frauen gelegt. Das Jobcenter ist seit 2012 alleiniger kommunaler Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende in Münster. Die Abteilungen „Leistungsgewährung“ und „Markt und Integration“ stellen die zentralen Säulen des Jobcenters dar.

Interessiert zeigte sich Benning für die Maßnahmen des Jobcenters, welche zur Heranführung junger Frauen an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt dienen. Das Programm gemma! ist eine begleitende Berufsvorbereitung im gestalterisch-handwerklichen Bereich, welche sich besonders an junge Frauen mit mehrfachen Problemstellungen richtet. Teilzeiterstausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen ist ein Projekt des Europäischen Sozialfonds und ist an erziehende Mütter gerichtet. „Das wichtigste an den heranführenden Maßnahmen ist die Nachhaltigkeit. Die TeilnehmerInnen sollen das Erlernte auch langfristig für ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten können“, verdeutlicht der Leiter des Jobcenters.

„Der Münsteraner Arbeitsmarkt ist sehr dienstleistungsorientiert, das Anforderungsniveau der Tätigkeiten ist hoch. Fachkräfte und Spezialisten werden zu rund 88% gefragt, wobei Helfertätigkeiten nur zu 12% gefragt sind“, so Ralf Bierstedt. „In der Datenbank sind insgesamt ca. 2.400 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren erfasst, ca. die Hälfte davon sind junge Frauen“, erklärt Eva-Maria Geißmann. Die statistischen Auswertungen des Jobcenters zeigen, dass Ausbildungsstellen wie medizinische Fachangestellte, Kauffrau für Büromanagement oder im Einzelhandel unter den Bewerberinnen am begehrtesten sind. „Somit sinken die Chancen den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen, da die Berufsvorstellungen und die vorhandenen Qualifikationen der Bewerberinnen oftmals auseinandergehen“, bemerkt Bierstedt. Bessere Aussichten auf eine Integration in einer Ausbildung haben Frauen, die sich für Berufe wie Zahnmedizinische Fachangestellte, Altenpflegerin und Sozialhelferin entscheiden.

 

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