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05.04.2012, 15:52 Uhr
Betreuungsgeld neu hinterfragen
CDU Münster fordert ehrliche Diskussion
Die für 2013 geplante Einführung des Betreuungsgeldes wird erneut kontrovers diskutiert. Carmen Greefrath, familienpolitische Sprecherin der CDU Münster, begrüßt die Diskussion um das Betreuungsgeld. „Es gibt Aspekte, die überdacht und kritisch hinterfragt werden müssen“, so Greefrath. Eine wichtige Frage sei, wer hauptsächlich das Geld in Anspruch nähme, dabei sollten vor allem die in Thüringen gemachten Erfahrungen Berücksichtigung finden. „Ziel muss sein, dass die Kinder, die von einem Elternteil betreut werden, nicht schlechter gestellt sind als die, die außer Haus Betreuung finden.“ Eine andere Frage sei, welchen Anreiz das Betreuungsgeld biete und ob es mit unserer heutigen Lebensform überhaupt kompatibel sei. Hier bestehe die Gefahr, dass der berufliche Wiedereinstieg von Frauen, die Erziehungsgeld und Betreuungsgeld in Anspruch nehmen, noch mehr erschwert würde. Greefrath: „Es muss ebenso geprüft werden, ob das Geld nicht in anderer Form Kindern und Eltern zukommen kann.“