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25.04.2012, 16:28 Uhr
CDU bedankt sich bei rot-grüner Wählerinitiative
Die münstersche CDU hat sich bei den prominenten  SPD- und Grünen-Mitgliedern, die die Wählerinitiative „Münster wählt Rot-Grün“  ins Leben gerufen haben, ausdrücklich bedankt. Die Initiative ruft die Wähler von SPD und Grünen auf, bei der Landtagswahl im Nordwahlkreis die grüne Kandidatin Josefine Paul und im Südwahlkreis die SPD-Kandidatin Svenja Schulze mit der Erststimme zu wählen. „Deutlicher hätten die Mitglieder von SPD und Grünen nicht machen können, dass sie unsere Kandidaten Josef Rickfelder und Thomas Sternberg für stärker und kompetenter als ihre Mitbewerber halten“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber.

Der CDU-Politiker nannte es bemerkenswert, dass Teile von SPD und Grünen die Notwendigkeit für eine solche Initiative sähen. „Den Nordwahlkreis hat die SPD offenbar abgeschrieben und im Süden hat man wohl das Gefühl, die Pannen der Wissenschaftsministerin Schulze aus den vergangene zwei Jahren mit grüner Schützenhilfe ausbügeln zu müssen“, erklärte Weber. Es sei ja bezeichnend, dass CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen den Kulturexperten Thomas Sternberg in sein Schattenkabinett berufen habe, während allgemein davon ausgegangen werde, dass Schulze nicht erneut Ministerin werden dürfe.
CDU-Kreisvorsitzender Stefan Weber
Es sei daher auch davon auszugehen, dass Schulze von der Wählerinitiative mindestens gewusst und sie vielleicht sogar unterstützt habe, um wenigstens ihr Landtagsmandat zu retten. Auf die SPD in Münster werfe dieses Vorgehen allerdings ein schlechtes Licht. Schließlich habe ich der jetzige Kandidat im Nordwahlkreis, Thomas Marquardt parteiintern in einer Kampfabstimmung gegen den Schulze nahestehenden Juso-Landesvorsitzenden Veith Lemmen durchgesetzt. „Das Schulze-Lager schlägt jetzt auf Kosten von Marquardt zurück“, vermutet Weber.
 
Der CDU-Kreisvorsitzende rief SPD-Parteichef Jung dazu auf, sich nachdrücklich von der Wählerinitiative zu distanzieren. „Es reicht nicht „not amused“ zu sein“, so Weber. Man könne nicht im Rathaus gemeinsam mit der CDU den Haushalt beschließen und Personalentscheidungen treffen und dann bei der Landtagswahl gemeinsam mit dem Grünen die CDU-Kandidaten verhindern wollen.

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