Neuigkeiten

11.09.2012, 11:25 Uhr
Parteiübergreifende Initiative im Kampf gegen Altersarmut notwendig
Senioren-Union für Systemwechsel bei der Rente
Im Hinblick auf die aktuelle Rentendebatte in Deutschland erklärt der Landesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Nordrhein-Westfalen Leonhard Kuckart:
 
„Die Absicht von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen MdB, den Kampf gegen Altersarmut im Rahmen der Neujustierung der Rentenstrukturen zukünftig stärker in den Blick zu nehmen, ist und bleibt richtig! Mit ihrem Rentenkonzept hat Ministerin von der Leyen eine äußert wichtige und notwendige Debatte um die Zukunft der Rente in Deutschland angestoßen. Die Senioren-Union der CDU Nordrhein-Westfalen begrüßt das ausdrücklich. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch, dass die SPD sich dazu durchgerungen hat, ein Rentenmodell zu diskutieren, das sich an das CDU-Rentenmodell von Ursula von der Leyen anlehnt und eine Mindestrente vorsieht.
Bei einem so wichtigen gesellschaftspolitischen Thema wie der Rente ist es aus Sicht der Senioren-Union geboten, in dieser Frage mit möglichst breiter politischer Unterstützung  einen Konsens zu finden. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die Idee der Bundesarbeitsministerin, eine parteiübergreifende Initiative von CDU und SPD im Kampf gegen Altersarmut anzustreben.
 
Die Rentendebatte steht aus Sicht der Senioren-Union jedoch erst am Anfang. Was wir wirklich brauchen, ist ein Rentenmodell, das Leistung belohnt und ein Mindestmaß an Lebensstandard im Alter sichert. Solch ein Rentenmodell haben die katholischen Verbände entwickelt, dass wir als seniorenpolitische Vereinigung unterstützen. Das Modell ist ein Drei-Stufen-Modell. Stufe 1 ist die Sockelrente. Sie gewährleistet für alle Anspruchsberechtigten im Rentenalter eine Mindestsicherung, und zwar unabhängig von der individuellen Erwerbsbiografie. Die zweite Stufe des Rentenmodells, die Arbeitnehmer-Pflichtversicherung, ist beitragsorientiert, d.h. die Höhe und die Dauer der Beiträge entscheiden über die spätere Rentenhöhe. Die betriebliche und private Altersvorsorge sollen dem Rentenmodell nach die beiden vorhergehenden Stufen ergänzen, die Stufe 3 soll zum Regelfall der Altersvorsorge werden.
 
Uns als Senioren-Union ist es wichtig, dass sich Leistung lohnt und das Rentnerinnen und Rentner in Würde alt werden können. Entscheidend für die Akzeptanz unseres Rentenversicherungssystems ist, ob wir Altersarmut bei denen verhindern können, die ein Leben lang gearbeitet, in die Rentenkasse eingezahlt, zusätzlich vorgesorgt und Kinder erzogen haben. Unser Rentensystem muss für alle verlässlich und gerecht bleiben. Wer über Jahrzehnte hinweg bzw. ein Leben lang gearbeitet hat, darf am Ende nicht eine Rente in Höhe der Grundsicherung erhalten.“