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13.09.2012, 12:12 Uhr
Änderungen bei der Fahrtenschreiberpflicht - Zusätzliche Belastungen für Münsters Handwerk verhindern
Vor "drohenden zusätzlichen Belastungen für die Handwerkerschaft" warnt Thomas Sternberg, Landtagsabgeordneter der CDU-Fraktion aus Münster. Hintergrund sind die Pläne der Europäischen Union, die Fahrtenschreiberpflicht auf Fahrzeuge ab einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen auszuweiten. Um das zu verhindern, hat die CDU-Fraktion im Landtag jetzt einen Antrag auf den Weg gebracht (Drs. 16/821), mit dem sie die Landesregierung auffordert, sich auf EU-Ebene für die Rücknahme dieser Pläne einzusetzen.
Prof. Dr. Thomas Sternberg MdL
Bislang besteht für Lkw über 3,5 Tonnen eine Fahrtenschreiberpflicht. Für Handwerker existiert jedoch eine Ausnahmeregelung: Sie benötigen für Lkw mit einem Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen keinen Fahrtenschreiber, so lange sie damit lediglich Fahrten im Umkreis von 50 km um den eigenen Betriebsstandort machen.
 
"Abgesehen von den nicht unerheblichen Einbau- und Wartungskosten für Fahrtenschreiber, käme auf eine Vielzahl von Handwerksbetrieben ein erheblicher zusätzlicher Verwaltungsaufwand zu", erklärt Sternberg. Laut einer Erhebung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks verfügen Handwerker im Bereich von 2,8 bis 3,5 Tonnen über doppelt so viele Fahrzeuge wie im gesamten Bereich über 3,5 Tonnen. 
 
Sternberg: "Die Fahrtenschreiberpflicht ist für Berufskraftfahrer gedacht, um die Lenk- und Ruhezeiten zu kontrollieren, und nicht für örtliche Handwerker. Es kann nicht im Sinne des Landes Nordrhein-Westfalen sein, die bei uns in Münster ansässigen Handwerksbetriebe zusätzlich und vor allem unnötig zu belasten."

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