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09.10.2012, 16:16 Uhr
Anerkennung unseres Wertesystems als Voraussetzung für Zuwanderung und Integration
Colombo-Benkmann: Drei Kernkriterien für funktionierende Integration
Münster / Nürnberg. „Wer zu uns kommt und mit uns lebt, muss auch unsere Wertewelt akzeptieren und mittragen! Eine vernünftige Zuwanderung und Integration ist daher untrennbar mit  der Anerkennung unserer Grundwerte und unseres Grundgesetzes verbunden“, machte Prof. Dr. Mario Colombo-Benkmann in Nürnberg deutlich.

Der Münsteraner CDU-Politiker hatte bei der Bundesversammlung der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV der CDU) eine wesentliche Passage für die hiesige KPV in den Leitantrag der Bundesvertreterversammlung zum Thema Europa einbringen können.
Dabei nahm auch die deutsche Integrations- und Zuwanderungspolitik einen  Schwerpunkt ein.
Zuwanderung „ja“, aber nicht in unsere Sozialsysteme - so lautet die generelle Richtung des verabschiedeten Leitantrages, der damit die Position der christlich-liberalen Bundesregierung in dieser Frage unterstützt. „Zuzug und Integration ist nicht allein eine Frage von Job, Qualifikation und Fachkräftemangel. Wir dürfen nicht die Fehler vergangener Jahrzehnte wiederholen. Deshalb muss die gesellschaftspolitische Dimension mindestens ebenso gleichwertig betrachtet werden“, ergänzte  Colombo-Benkmann beim KPV-Kongress die Kernkriterien:  Der Erwerb der deutschen Sprache als zwingende Basisvorrausetzung für Integration, die Bereitschaft zur Teilhabe an unserer Bildungs- und Wissensgesellschaft sowie die Anerkennung der Werteordnung des Grundgesetzes.

„Nur so kann Integration erfolgreich gelingen – für unsere Gesellschaft, aber auch für jeden Hinzuziehenden. Und ich weiß genau, wovon ich da rede“, unterstrich der Münsteraner Chirurg und Universitätsprofessor, der selbst eigene deutsch-italienischen Migrationswurzeln hat. Colombo-Benkmann sieht dabei zwischen der Bundes- und Kommunalebene eine wichtige Klammerfunktion: „Der Bund ist für die Zuwanderungspolitik verantwortlich, real gelebt wird sie indes vor Ort in den Städten und Gemeinden. Deshalb ist zwischen Bund und Kommunen in dieser Frage ein enger Dialog notwendig“, fordert der Münsteraner Politiker beide Ebenen zur einem gemeinsam Handeln unter Beteiligung der Bundesländer auf. Insbesondere für Münster als Standort der Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie des innovativen und engagierten Mittelstandes nehme die „Herausforderung Zuwanderung“ eine wichtige Rolle ein, so Colombo-Benkmann.