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17.02.2020, 07:59 Uhr | Christian Stroff, Leiter des Arbeitskreises Bildung und Wissenschaft
Arbeitskreis Bildung und Wissenschaft besucht die Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ in der Bezirksregierung Münster
Einige Mitglieder des Arbeitskreises Bildung und Wissenschaft der CDU Münster, Johannis Keil, Stefan Kondring, Christian Stroff und Niklas Weinhagen, besuchten am 8. Februar 2020 die Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“, die u.a. von der Villa ten Hompel im Foyer der Bezirksregierung am Domplatz präsentiert wurde.
von links nach rechts: Niklas Weinhagen, Johannes Keil, Stefan Kondring und Christian Stroff
Münster - Die Ausstellung wurde zuvor nur in den USA gezeigt, im United States Holocaust Memorial Museum in Washington, und 2019 erstmals in Deutschland im deutschen Bundestag präsentiert.
Letztlich geht die Ausstellung der Frage nach, wie der Holocaust möglich war und welche Rolle dabei ganz gewöhnliche Menschen spielten; sie beleuchtet dabei Aspekte wie „Ausschluss aus der Volksgemeinschaft“, „Die Profiteure: Wer hatte ein Interesse an der Verfolgung?“ und „Örtliche Reaktionen auf Verfolgung“; dabei wird auch sehr beeindruckendes Bildmaterial gezeigt, zum Teil mit lokaler Anbindung wie z.B. bzgl. der Bücherverbrennung am „Schandpfahl“ auf dem Domplatz, im Zentrum Münsters.
Für den Bildungsbereich sieht der Arbeitskreis hier die wichtige Aufgabe, jungen Menschen Lehren aus der NS-Zeit zu vermitteln, u.a., dass bestimmte Gruppen in unserer Gesellschaft nicht gegeneinander ausgespielt werden und Hass und Hetze keinen Platz in unserer freiheitlichen Demokratie haben dürfen.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Bildung und Wissenschaft waren sich nach dem Besuch einig: 75 Jahre nach Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und in Zeiten wieder aufkommender antisemitischer Äußerungen eine sehr eindrucksvolle und lehrreiche Ausstellung.