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03.06.2009, 08:45 Uhr
Architektenwettbewerb zum Studentenwohnheim Boeselagerstraße

Auf Einladung des Abgeordneten Thomas Sternberg war am Pfingstsamstag der Staatssekretär im Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Günter Kozlowski zu Gast in Münster. Bei einem Ortstermin am Studentenwohnheim an der Boeselagerstraße nahmen auch der Geschäftsführer des Studentenwerks Peter Haßmann und der neue Verwaltungsratsvorsitzende Stefan Alexander Roth teil.

(v.r.): Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Alexander Roth, Staatssekretär Günter Kozlowski, Geschäftsführer Peter Haßmann und Landtagsabgeordneter Thomas Sternberg vor dem Studentenwerk Boeselagerstraße in Münster.

Haßmann erläuterte den Sanierungsbedarf des Wohnheims mit 720 Appartements: vor allem wärmedämmende, energiesparende Maßnahmen sind überfällig. Statt die für einen Umbau weit über 20 Millionen Euro auszugeben, ohne eine weitere Verbesserung der Wohnsituation zu erreichen, soll nun ein Architektenwettbewerb für ein Modellprojekt in diesem Bereich ausgeschrieben werden, der vom Bau und Wissenschaftsministerium gemeinsam finanziert wird. Im Frühherbst wird die Ausschreibung veröffentlicht, aus den Bewerbungen werden dreißig Teilnehmer ausgelost und durch weitere fünf ergänzt. Aus den Vorschlägen dieser 35 Büros werden dann im Frühjahr die Gewinner ermittelt.

Was gebaut werden soll, ist dabei offen: ob eine Erneuerung des Bestandes oder eine völlige Neubebauung die angemessene und preiswerteste Lösung ist, wird sich im Wettbewerb zeigen. Das Wohnheim, in dem im Stil des „Plattenbaus West“ immer gleiche Zimmer ohne Gemeinschaftsräume aneinander gereiht sind, soll vor allem bessere Möglichkeiten für gemeinschaftliche Einrichtungen und Begegnungsmöglichkeiten erhalten.

In Münster sind zurzeit über 300 Wohnheimplätze der mietgünstigen Kategorie um 170 Euro nicht mehr vermietbar, während die neuen und modernen Wohnheime lange Wartelisten haben. Das Schicksal des massenhaften Leerstands soll den Großkomplexen aus den siebziger Jahren erspart bleiben. Stattdessen soll in den neuen Projekten auch generationenübergreifendes Wohnen möglich sein. Ein erstes Modellprojekt des Studentenwerks in Zusammenarbeit mit dem Bauministerium steht mit dem Abriss und Neubau des Wohnheims am Horstmarer Landweg unmittelbar vor der Realisierung. Nicht zuletzt mit den 20 Millionen Euro Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, die an das Studentenwerk Münster gehen, sollen die Wohnheime zukunftsfest gemacht werden.

Staatssekretär Kozlowski zeigte sich überzeugt, dass in Münster eine Modellanlage für den Wohnheimbau im Zusammenwirken der beiden Ministerien und dem Studentenwerk entstehen wird. Sternberg: „Es ist weitsichtig und richtig, die Millionen des Konjunkturpakets nicht in übereilte Maßnahmen der Wärmedämmung zu stecken, sondern eine dauerhafte und gute Lösung für die künftigen Studierenden und die Stadt zu entwickeln.“

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