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19.06.2009, 20:55 Uhr | www.westfaelische-nachrichten.de - Wolfgang Schemann
Wahlkampf-Start der CDU
Markus Lewe stimmt Rats- und BV-Kandidaten auf Wahlkampf ein
„Wenn unsere Aussichten für die Kommunalwahlen so gut wären wie die Aussichten hier . . .“, seufzte ein Ratsherr: Im „A 2“ am Aasee gab Münsters CDU gestern Abend den offiziellen Startschuss für den Kommunalwahlkampf. Und ein kämpferisch gestimmter OB-Kandidat Markus Lewe stimmte die versammelten Kandidaten für den Rat und die Bezirksvertretungen auf zwei intensive Monate ein.
Gruppenbild mit Mehrfach-Lewe: Münsters CDU gab gestern Abend mit einer Kandidatenkonferenz am Aasee den offiziellen Startschuss für den Kommunalwahlkampf.Foto: (Oliver Werner)
„Wir haben zwar bald Sommer-, aber keine Politikferien.“
Lewe sprach sich dabei nachdrücklich für eine „Politik der Mitte und der Vernunft“ aus, die man gemeinsam mit der FDP realisieren wolle. Die Alternative sei Rot-Rot-Grün: Denn SPD und Grüne hätten, wenn überhaupt, nur eine Chance mit der Linkspartei - „das muss man den Menschen klar machen.“
Der Wahlkampf sei oft die Stunde der Geschenkeverteiler, sagte Lewe. Aber da sei Vorsicht geboten: „Geschenkeverteiler eignen sich nicht, eine Stadt zu führen, schon gar nicht in Krisenzeiten.“ Er riet stattdessen zu einer Politik mit Augenmaß: „Wir pflegen den Baum, von dem wir die Früchte ernten wollen.“ Und was die Krise angehe: Er wolle nach der Wahl unverzüglich eine Jobkonferenz einberufen, um etwas für den lokalen Arbeitsmarkt zu tun.
Gleichwohl, so Lewe, müsse auch in Krisenzeiten Platz sein für Visionen. Dabei nannte er u.a. das Projekt „Gartenstadt“ auf der Brachfläche zwischen Halle Münsterland und Südviertel, Leben und Arbeiten am Wasser, eine neue Nutzung für die demnächst frei werdenden Kasernen sowie die wissenschaftlichen Leuchtturmprojekte rund um die molekulare Zellforschung und die Nano-Analytik.

Und in einem Punkt wurde Markus Lewe dann auch ganz konkret. Was den Hauptbahnhof angehe, sei die Bahn in der Pflicht. „Wenn ich OB werde“, rief er der Kandidaten-Runde zu, „dann wird das Elend beendet - daran lasse ich mich auch persönlich messen.“
Münster, so Lewe, sei eine der tollsten Städte, gewinne einen Preis nach dem anderen - „und das muss ja wohl auch irgendetwas mit der regierenden CDU zu tun haben“. Gleichwohl sei die Wahl noch längst nicht gewonnen. „Wir müssen kämpfen“, beschwor der OB-Kandidat und Kreisvorsitzende seine Mannschaft - und verabschiedete sie mit einem aufmunternden „Ran an die Arbeit - für ein sicheres und glückliches Münster.“
Dann folgte der gemütliche Teil. Schöne Aussichten inklusive . . .

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