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23.11.2009, 14:09 Uhr
Landtagsabgeordneter Sternberg beim Personalrat der Uni Münster
Info über Personalvertretung nichtwissenschaftlicher Mitarbeiter
Zu Beginn dieser Woche traf sich Thomas Sternberg MdL mit dem Vorsitzenden Frank-Peter Kaup sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Heinz-Josef Winkelsett, Annette Bätz und Elke Kock. Durch ein gemeinsames Gespräch versprach sich der Landtagsabgeordnete bessere Einblicke in die Arbeitsweise des Personalrates sowie ein weitergehendes Verständnis möglicher Schwierigkeiten bei beteiligungspflichtigen Personalmaßnahmen. 
So merkte der Personalrat an, dass die Kinderbetreuungsangebote der Universität weiter ausgebaut werden sollten. Dabei sind entsprechende Aktivitäten gleichermaßen auf alle Angehörigen der Universität auszurichten. Für Sternberg verdeutliche die große Anzahl von Pendlern aus dem gesamten Münsterland, dass diese Aufgabe nicht nur von der Universität, sondern von der ganzen Region gestemmt werden müsse. Konkret ginge es vor allem um Ferienangebote und kurzfristige Betreuungs- bzw. Vertretungsmöglichkeiten, aber auch um Kita-Plätze, ergänzte der Personalrat. 

Beim Thema Arbeitsschutz verwies der Personalrat u.a. auf die deutlich geänderte Arbeitsverteilung bei den Bibliotheksmitarbeitern im Zuge der Ausweitung der Öffnungszeiten. Obwohl Sternberg es grundsätzlich begrüßte, dass Studenten diese neuen Angebote offenbar annehmen, sei auffällig, dass Fragen des Arbeitsschutzes kaum mehr öffentlich diskutiert werden. Insbesondere der arbeitsfreie Sonntag stelle für ihn nach wie vor eine zivilisatorische Errungenschaft dar, die es zu erhalten gelte. 
Als das Gespräch sich den aktuellen Reformen im Hochschulbereich zuwandte, stellte sich Sternberg erneut hinter das Hochschulfreiheitsgesetz. Der Landtagsabgeordnete unterstrich das höhere Maß an Selbstständigkeit, das Universitäten im Zuge des Gesetzes zugute käme. Der Personalrat bemerkte dazu, dass diese neuen Möglichkeiten zurzeit nur begrenzt genutzt würden und sich entsprechendes Denken und Handeln innerhalb der Universität erst entwickeln und eingeübt werden müsse. Im Rahmen der neuen Spielräume sehe er die Universität als Arbeitgeber auch dazu aufgefordert, qualifiziertes Personal durch die Schaffung attraktiverer Strukturen stärker zu binden. 
 
Die Mitglieder des Personalrates der Universität Münster und der Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg stimmten insbesondere darin überein, dass verstärkte Anstrengungen im Bereich Internationalisierung nicht zuletzt aufgrund der Entwicklung zukünftiger Studentenzahlen wünschenswert seien. In diesem Kontext betonten beide Seiten außerdem, dass es mehr Fachfortbildungen an der Universität geben müsse, die sich mit spezifischen Angeboten an Berufstätige wendeten.
 
Insgesamt zeigte sich Sternberg am Ende des Gesprächs beeindruckt: "Der Personalrat der Universität leistet als Vertreter von 1600 Beschäftigen sowie 150 Beamten einen ganz wichtigen Beitrag zur Gesamtleistung der Universität Münster. Seine Mitglieder bewähren sich als vertrauensvolle Ansprechpartner für das nichtwissenschaftliche Personal. Durch mein Gespräch mit dem Personalrat lernte ich einige Problemlagen besser kennen, die für meine hochschulpolitischen Überlegungen als Landtagsabgeordneter wichtig sein werden."