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28.01.2010, 13:54 Uhr
Kastner und Rickfelder zu Äußerungen Caritas zum Thema Bildungsempfehlungen
Die Äußerungen der Caritas in der Diözese Münster zu den Bildungsempfehlungen Nordrhein-Westfalens sind haltlos, weil sie ganz offensichtlich von falschen Tatsachen ausgehen", so Marie-Theres Kastner MdL und Josef Rickfelder,  Sprecher für Kinder-, Jugend und Familie der CDU-Ratsfraktion der Stadt Münster.
 
Seit August 2003 gibt es die Bildungsvereinbarung mit den Trägern der Tageseinrichtungen für Kinder im Elementarbereich. Im Oktober 2007 haben die Regierungsfraktionen des Landtags beantragt diese weiterzuentwickeln und dabei auch die Kinder unter 3 Jahren und die Kinder von 6-10 Jahren mit in den Fokus zu nehmen. Die Ministerien für Generationen, Familie, Frauen und Integration sowie für Schule und Weiterbildung haben gemeinsam einen Entwurf zu den neuen Bildungsempfehlungen erarbeitet. Die Träger der Tageseinrichtungen für Kinder und des Schulbereiches sowie Vertreter der Wissenschaft waren und sind an diesem Prozess  beteiligt gewesen. Eine Veröffentlichung der neuen Bildungsempfehlungen hat noch nicht stattgefunden. Im Augenblick liegt den Trägern ein Entwurf zur Stellungnahme vor.
 "Unser gemeinsames und wichtiges Ziel ist und bleibt die Verbesserung der individuellen Bildungsförderung. Dabei hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, Elementar- und Primarbereich nicht zu trennen, sondern ein gemeinsames Bildungs- und Erziehungsverständnis für die Kinder von 0 bis 10 Jahren zu entwickeln. Damit soll ein fließender Übergang von den Tageseinrichtung in die Grundschule begünstigt werden", betont die kinderpolitische Expertin Marie-Theres Kastner. "Niemand muss die Sorge haben, dass der Elementarbereich dabei "verschult wird", die Rechte der Freien Träger eingeschränkt und es demnächst Hausaufgaben für Zweijährige geben wird!"
 
Weil mit den neuen Bildungsempfehlungen Kindertagesstätten und Grundschulen als zwei unterschiedliche Institutionen gemeinsam angesprochen werden, sei schon aus systemischen Gründen eine starre und sofortige Vereinbarung kein taugliches Mittel. Es gehe eben nicht darum, als Schnellschuss eine neue Regelung auf den Weg zu bringen. Man habe gerade daher entschieden - im Anschluss an die Veröffentlichung der Bildungsempfehlungen, die voraussichtlich im Februar 2010 erfolgen wird - einen Erprobungsprozess bis 2012 zu vollziehen. Ab dem Jahr 2012 sollen die Erfahrungen in einer Überarbeitungsphase ausgetauscht werden. Dort wo es sinnvoll ist, werde es in einem breiten Dialog weitere Bearbeitungen und Verbesserungen geben.
 
Rickfelder abschließend:  Die Einrichtung eines Webblogs von Seiten des Diözesancaritasverbandes, die auch schon gleich kritischen Punkte in den Focus stellt  - zu einem Zeitpunkt an dem die Bildungsempfehlung nicht einmal veröffentlicht ist - ist sicher nur bedingt tauglich  im Sinne einer zielführenden Diskussion."

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