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11.02.2010, 12:44 Uhr
Energie muss bezahlbar bleiben
EU-Kommissar Oettinger und MdEP Pieper trafen sich zum Meinungsaustausch
Die Zusammenarbeit zwischen Kommission und Parlament diskutierten der deutsche EU-Energiekommissar Günter Oettinger und der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU) jetzt bei einem Treffen im Straßburger Europaparlament. Schwerpunkt des Gesprächs war die Klima- und Energiepolitik der  Europäischen Union. Der Übergang zu den erneuerbaren Energien erfordere weitere enorme Forschungsanstrengungen etwa im Bereich der Speichertechnologie für Strom aus Wind und Solarkraft. Damit diese Forschung finanziert werden kann und Verbraucher und Unternehmen nicht immer weiter steigenden Energiepreisen ausgesetzt sind, kann auf Kernkraft und saubere Kohletechniken nicht verzichtet werden; da waren sich beide Politiker einig. Die kurzfristigen Ausstiegspläne der Grünen würden insbesondere die privaten Haushalte und Betriebe zu spüren bekommen. 
Dr. Markus Pieper MdEP traf mit dem neuen EU-Kommissar Oettinger zusammen
Pieper erläuterte dem EU-Kommissar, dass das Münsterland von der Ibbenbürener Steinkohle und gerade auch von energieintensiven kleinen Firmen der Kunststofftechnik, Spezialchemie, Klinkerindustrie, der Glas- und Töpfertechnik und des Maschinenbaus geprägt ist. Die steigenden Energiekosten würden in "vielen Betrieben bereits die Überlebensfrage stellen", warnt Pieper vor einem überhasteten Ausstieg aus der Kernkraft und Kohleverstromung. Demgegenüber hätten sich zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten sogar für den Neubau von Kernkraftwerken entschieden, so Pieper. Gestern erst habe die italienische Regierung beschlossen, 2013 mit dem Neubau von Kernkraftwerken zu beginnen. Bis zum Jahr 2013 will das 1987 aus der Kernkraft ausgestiegene Italien 25 % des Strombedarfs aus Kernkraft decken. Die Diskussion in Deutschland empfindet Pieper als paradox. "Wer eine Laufzeitverlängerung der weltweit sichersten Kernkraftwerke und neue Kohlekraftwerke ablehnt, verteuert die Energiepreise für Unternehmen und Bürger drastisch, sagte Pieper gestern in Straßburg.

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