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10.12.2010, 11:09 Uhr
Handwerkerparkausweise für Umweltzonen
Sternberg: Ausnahmeregelung für Münsteraner Handwerker nicht weitgehend genug

„Das ist nur ein schlechter Kompromiss“, so kommentiert der Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg die plötzliche Entscheidung der Landesregierung, die Ausnahmeregelung für Handwerkerparkausweise zu verlängern, „ich begrüße es zwar, dass die von der alten Landesregierung getroffene Ausnahmeregelung von Rot-Grün anerkannt wurde und weiter Bestand haben soll, die minimale Verlängerung der Frist hilft den Handwerkern aber nicht wirklich.“ Die Landesregierung hatte in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie die Ausnahmeregelung für Handwerkerparkausweise verlängern wird. Mit den Ausweisen können Handwerker und bäuerliche Selbstvermarkter in Umweltzonen parken, auch wenn sie nicht über Autos der neuesten Schadstoffklasse verfügen.

Prof. Dr. Thomas Sternberg

Sternberg zeigt sich überrascht über die plötzliche Kehrtwende des Umweltministers. „Im Umweltausschuss des Landtags hatten die Grünen bis zuletzt auf ihrer für das heimische Handwerk schädlichen Haltung beharrt“, sagt Sternberg, „wir haben hingegen den Druck immer aufrecht erhalten, so dass die Landesregierung jetzt, wenn auch nur zögerlich, zumindest zu kleinen Korrekturen bereit war.“ Zunächst können Handwerker mit älteren Autos weiterhin in die Umweltzonen einfahren.

Die Spitzen der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Landwirtschaftskammer hatten in einem Gespräch mit Sternberg und anderen Münsterländer Abgeordneten in dieser Woche auf eine langfristig massive finanzielle Belastung für kleine und mittelgroße Betriebe hingewiesen. Die Unternehmen müssen ihren Fahrzeugbestand umrüsten, um künftig in Umweltzonen einfahren zu können.

Sternberg betont die Bedeutung der Ausnahmeregelung für die Unternehmen in Münster: „Für Handwerker ist es enorm wichtig, weiter in die Innenstadt von Münster fahren zu können, ohne dass sie sich dafür neue Autos kaufen müssen. Den größten Teil des Tages stehen sie ohnehin und belasten die Umwelt kaum.“ Sternberg abschließend: „Ich hoffe, dass die rot-grüne Landesregierung künftig die Interessen des Handwerks und der ganzen mittelständischen Wirtschaft ernsthaft berücksichtigen wird. Das ist für Münster als Wirtschaftsstandort ungemein wichtig.“