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11.02.2011, 11:16 Uhr
CDU will Energiepark-Idee konstruktiv prüfen
Landwirtschaftliche Belange müssen aber berücksichtigt werden

Die CDU Münster hat den Vorschlag des Grünen-Politikers Gerhard Joksch für einen Energiepark im nördlichen Stadtgebiet grundsätzlich begrüßt und eine konstruktive Prüfung zugesagt. „Die Idee ist gut und passt hervorragend zur Klimahauptstadt  Münster“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber. Joksch hatte vorgeschlagen auf einer 200 Hektar großen Fläche nördlich der Zentraldeponie Biomasse, Sonnenenergie und Windenergie zur Strom- und Energiegewinnung zu nutzen.  Er erklärte, dass die Christdemokraten die Pläne der Grünen und der mit ihnen zusammenarbeitenden Investoren grundsätzlich begrüßen. Eine Zustimmung könne es aber erst geben, wenn alle Einzelheiten bekannt und abgeworgen worden seien.

CDU-Kreisvorsitzender Stefan Weber

So machte Weber gleichzeitig deutlich, dass die Belange der Landwirte in dem angesprochenen Gebiet in jedem Fall berücksichtigt werden müssten. Selbst wenn es sich um städtische Flächen handele, die Joksch im Blick habe, müssten eventuelle landwirtschaftliche Pachtverträge eingehalten werden. „Das geht nur im Dialog mit den Landwirten. Hier kann man nicht mit der Brechstange agieren und wirtschaftliche Existenzen mal eben so infrage stellen“, sagte Weber. Sollten bislang landwirtschaftlich genutzte Flächen für den Energiepark benötigt werden, müsste daher für gleichwertigen Ersatz gesorgt werden.

Skeptisch ist Weber bezüglich der von den Grünen vorgeschlagenen Windräder. „Wir sind im Stadtgebiet bislang weitgehend von einer Verspargelung der Landschaft verschont geblieben. Das sollte auch so bleiben“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende. Der Vorschlag Windräder in unmittelbarer Nachbarschaft des Naturschutzgebiets Rieselfelder zu bauen, müsste sehr sorgfältig abgewogen werden. Direkt neben der Deponie sei so etwas vielleicht denkbar.

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