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21.02.2011, 09:16 Uhr
NRW Landwirtschaftsminister verkennt Bemühungen der münsterländer Landwirte
Aktuelle Rote Liste Beweis für nachhaltigen Naturschutz
„Die jahrelangen Bemühungen der Landwirte im Bereich des Artenschutzes werden vom NRW-Landwirtschaftsminister einfach verkannt“, zu diesem Schluss kommen der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Rickfelder und der agrarpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Heinz-Georg Buddenbäumer.
Hintergrund ist die vom Minister für Landwirtschaft und Naturschutz, Johannes Remmel, veröffentlichte „rote Liste“, nach der 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten in NRW gefährdet seien. Die letzte „rote Liste“ stammt aus dem Jahre 1999.
„Der Minister schreibt die Auswirkungen unter anderem den Landwirten zu. Das zeigt doch, welche Politik Rot-Grün auch in der Umweltpolitik an den Tag legt“, so Rickfelder. „1999 war noch die rot-grüne Regierung am Zuge. Erst unter dem ehemaligen Minister Uhlenberg hat gemeinsam mit der Landwirtschaft beispielsweise das Programm „Lerchenfenster“ zum Erhalt der Feldlerche Einzug gehalten.“
Buddenbäumer erklärt: „Die Landwirte in Münster haben in den vergangenen Jahren erheblichen Aufwand betrieben, um in den Naturschutz mit einzusteigen.“ Dabei sei nicht nur der sich erholende Bestand an Feldlerchen zu nennen, sondern auch die große Anzahl an Blühstreifen und der Anbau von Zwischenfrüchten, die insbesondere den Insekten helfen würden. „Das sind Auswirkungen, die kann jeder sehen. Ich lade Minister Remmel im Frühling gerne zu einer gemeinsamen Radtour durch das blühende Münsterland ein“, so Buddenbäumer.
Nach Ansicht von Rickfelder handele es sich um einseitige rot-grüne Politik. „Bei diesem Thema geht es nicht um parteipolitische Interessen, sondern um die Landwirte in Münster und NRW, die mit viel Eigenleistung und hohem Aufwand Engagement gezeigt haben, das sich bei näherer Betrachtung gelohnt hat. Die Landwirte dürfen auch von einem grünen Minister erwarten, dass er genau hinschaut und die Leistungen der Landwirte anerkennt."
Zustimmung findet hingegen das Programm gegen den Flächenverbrauch. „Wir haben in unserem Kommunalwahlprogramm von 2009 bereits darauf hingewiesen, dass ein weiterer Verbrauch von Grünflächen in Münster verhindert werden muss. Im Gegensatz zum Landwirtschaftsminister nennen wir, beispielsweise in Form der ehemaligen Kasernengelände, allerdings auch Alternativen. Denn Münster ist eine wachsende Stadt und soll es auch bleiben“, so Buddenbäumer.

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