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01.03.2011, 11:30 Uhr
CDU will Konsequenzen aus Erdogan-Auftritt
Weber: Örtliche Mandatsträger müssen verstärkt das direkte Gespräch suchen

Die CDU Münster hat die Düsseldorfer Rede des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan scharf kritisiert. „Mit einem solchen Auftritt werden die vielfältigen Integrationsbemühungen, die es auch hier in Münster gibt, konterkariert“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber. Er gehe allerdings davon aus, dass Erdogans Rede von den meisten in Münster lebenden Türkeistämmigen als das bewertet werde, was es tatsächlich sei: „Wahlkampfgetöse“.

Die CDU Münster besuchte die DITIB-Moschee am Hauptbahnhof

Weber rief gleichzeitig dazu auf, auch Lehren aus der Resonanz auf die Erdogan-Rede zu ziehen. „So engagiert jetzt gerade auch von Seiten der Union über Integration geredet wird, so engagiert müssen wir auch den Kontakt mit denen suchen, die sich integrieren sollen“, so der CDU-Politiker.
CDU-Mandatsträger dürften nicht nur bei den Schützenvereinen und Kirchengemeinden sein, sondern müssten auch Verbände von ausländischen Mitbürgern und Moscheen besuchen.  „Wenn wir Spaltern wie Erdogan das Feld überlassen, dürfen wir uns nicht beklagen“, sagte Weber.

Der Besuch der DITIB-Moschee am Bremer Platz durch den CDU-Kreisvorstand im vergangene Oktober habe ihm gezeigt, mit welcher Offenheit  türkeistämmige Münsteraner interessierten Politikern begegnen. „Erdogans Thesen werden durch solche direkten Gespräche ad absurdum geführt“, so Weber. Die meisten aus dem Ausland stammenden Münsteraner seien seiner Auffassung nach integrationswillig. Allerdings müsse die örtliche Politik auch durch direkte Kontakte ihren Beitrag leisten.

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