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07.04.2011, 13:05 Uhr
Organspende: CDU ist für Entscheidungslösung

Die CDU Münster hat sich für die so genannte „Entscheidungslösung“ bei der Organspende ausgesprochen.  Diese sieht vor, dass jeder Bundesbürger einmal im Leben, beispielsweise bei der Beantragung des Personalausweises, die  Frage gestellt bekommt, ob er zur Organspende bereit ist. „In Deutschland gibt viel zu wenig Organspender. Die Entscheidungslösung ist ein guter Weg, die Zahl zu erhöhen“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber nach einem einstimmigen Beschluss der CDU-Kreisvorstandes.

Die Christdemokraten verbanden ihr Votum mit zusätzlichen Forderungen. „Es muss völlig klar sein: Ohne eine positive Zustimmung zur Organspende und wenn nichts geregelt ist, gibt es keine Organspende“, so CDU-Kreisvorstandmitglied  Dr. Gaby Bruchmann. Begleitet werden müsse die Einführung der Entscheidungslösung zudem von einer bundesweiten Aufklärungskampagne. „Das ist ein sehr sensibles Thema. Da darf es keine Missverständnisse und unnötige Ängste geben“, sagte Bruchmann.
Die CDU sprach sich auch dafür aus, die Betreuung der Angehörigen von Organspendern zu verbessern. Hier gebe es oft offene Fragen und Befürchtungen bezüglich der Organspende. Die bereits existierenden Beratungsstellen sollten daher in die Aufklärungskampagne einbezogen werden.

Weber sprach sich dafür aus, dass die Stadt Münster sich aktiv für die Entscheidungslösung einsetzt. „Es ist absehbar, dass die Entscheidungslösung vor allem in den Kommunen umgesetzt werden muss“, so der CDU-Kreisvorsitzende. Münster stünde als Stadt mit einem hohen Gesundheitsbewusstsein und mit vielen hochkarätigen medizinischen Einrichtungen eine Vorreiterrolle gut zu Gesicht. Denkbar wäre es zum Beispiel eine Initiative beim Deutschen Städtetag oder bereits jetzt Hinweise auf die Möglichkeit zur Organspende und zur Beantragung eines Organspendeausweises im Bürgeramt und in den Bezirksverwaltungen bereitzustellen.
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