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12.04.2011, 08:46 Uhr
Ausbau der Wasserstraßen alternativlos
Rickfelder besucht Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
„Der Ausbau der Wasserstraßen in Deutschland ist alternativlos.“ Das erläuterte der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West, Michael Wempe, im Gespräch mit dem Münsteraner Landtagsabgeordneten Josef Rickfelder.
Nach Angaben von Wempe würden bereits heute 30 % des Güterverkehrs in Nordrhein-Westfalen über die Binnenschifffahrt abgewickelt (bundesweit 8 %; rund 70 % des gesamten deutschen Binnenschiffsverkehrs finden auf dem Niederrhein und dem westdeutschen Kanalnetz statt)  Aus diesem Grund seien die Instandhaltung und der Ausbau der Wasserstraßen zukunftsweisend für die deutsche Wirtschaft. „Allerdings müssen wir hier einiges investieren“, so Wempe. Teilweise  stamme die Bausubstanz der Wasserwege noch aus der ursprünglichen Bauzeit zwischen 1899 und 1930.
Josef Rickfelder MdL und WSD-Präsident Michael Wempe
Für Rickfelder ein eindeutiger Wirtschaftsfaktor: „Wenn wir es nicht schaffen unsere Wasserstraßen zu modernisieren, wird das für unsere Wirtschaft nachhaltige Folgen haben.“ Dabei sieht er auch Münster mit der Diskussion um die Kanalverbreiterung in der Pflicht: „ Bei Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals gehen wir heute bereits von 12,4 Millionen Tonnen jährlich. In den nächsten Jahren wird diese Zahl steigen. Da darf Münster nicht das infrastrukturelle Nadelöhr sein. Darum muss der Kanal vergrößert werden.“ Rickfelder verstehe deshalb auch den Vorstoß der Grünen nicht. Denn auch im Zusammenhang um die Diskussion des Atomstroms spiele der Schiffsverkehr eine große Rolle. „Wir gehen davon aus, dass wir bei weniger Atomstrom in den nächsten Jahren noch vermehrt auf Kohlekraftwerke setzen müssen“, so Rickfelder. „Diese Kohlemassen sind ausschließlich über den Wasserweg zu bewältigen. Wenn einzelne Grünenpolitiker in Münster eine Einbahnstraßenregelung für den Kanal fordern, sind sie entweder Symbolpolitiker oder Hinterbänkler.“
Allerdings machte sich Rickfelder in dem Gespräch mit Präsident Wempe auch für eine möglichst kurze Bauzeit stark: „Wenn wir eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung für den Kanalausbau wollen, muss die Beeinträchtigung für die Münsteraner möglichst gering gehalten werden.“

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