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24.05.2011, 11:40 Uhr
Stadt Münster soll Alternativstandorte für Lkw-Parkplätze finden

Die CDU hat jetzt einen Antrag in den Planungsausschuss eingebracht, der eine alternative Standortsuche der Stadt Münster für die an den Raststätten Münsterland West und Ost geplanten Lkw-Parkplätzen fordert. An der BAB 1 werden auf einer Fläche von 20 Fußballfeldern dann über 500 Parkplätze für Lkws bestehen. Nach Ansicht der CDU würde das Landschaftsschutzgebiet in Roxel von der Mammutrastanlage mit einer Fläche vom 85.000 m² zerstört.

Der CDU-Antrag beinhaltet eine alternative Standortsuche zu den geplanten Lkw-Parkplätzen an den Raststätten Münsterland
Die CDU fordert daher in ihrem Antrag, dass die Stadt Münster gemeinsam mit den Nachbarlandkreisen geeignete Flächen findet. Dabei sollen vorhandene Rastanlagen entlang der BAB 1 und der BAB 43 auf ihre Eignung hin untersucht werden. Dazu gehörten auch Gewerbe- und Industriegebiete, private Rasthöfe und solche Alternativstandorte, die sich fern ab von einer bestehenden oder geplanten Wohnbebauung befinden. „Wir lehnen das Sankt-Florians-Prinzip ab und wollen gegenüber dem Landesbetrieb Strassen NRW in Vorleistung treten“, so Ratsfrau Sybille Benning.

In ihrer Begründung verweisen die CDU-Ratsmitglieder Sybille Benning und Stefan Weber auf die im Rat der Stadt Münster einstimmig verabschiedete Resolution aus dem Jahre 2003 (Nähe zum geschlossenen Wohngebiet; Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet; private Autohöfe werden bei der Bedarfsplanung nicht berücksichtigt). Anregungen aus der Bürgerversammlung „Verkehr in Roxel“ (2. März 2011) wurden mit dem Antrag berücksichtigt. So sollen die Erweiterungsmöglichkeiten an den rund 20 Rastplätzen und zusätzlich an den privaten Autohöfen auf der BAB 1 zwischen dem Kamener Kreuz und dem Kreuz Lotte / Osnabrück vorrangig geprüft werden. Ferner müsse vom Landesbetrieb Straßen NRW dargelegt werden, welche Parkplätze beim Ausbau der BAB 1 wegfielen und wie diese kompensiert werden sollen.

Der Landesbetrieb Straßen NRW sei zudem zu verpflichten, vor Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens die Planungen in Roxel auf einer Bürgerversammlung vorzustellen. „Als letztes Mittel“, so verdeutlicht Roxels CDU-Vorsitzender Christoph Brands, „wird zur Verhinderung der LKW-Parkplätze die Verwaltung der Stadt Münster aufgefordert, den Klageweg zu beschreiten“.