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07.10.2011, 10:18 Uhr
Wie schützen wir unsere Kinder?
Politik direkt: Diskussion mit Michaela Noll MdB

„Wir müssen alles dafür tun, um unsere Kinder vor Missbrauch und Verwahrlosung zu schützen und die schrecklichen Fälle von Kindstötungen zu vermeiden:" Mit diesen Worten eröffnete die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll den Themenabend „Familie im Wandel“, zu dem die CDU Münster und Ortsunion Gievenbeck in das MuM-Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum eingeladen hatte.

Michaela Noll MdB bei "Politik direkt"

Gemeinsam mit der CDU-Familienpolitikerin diskutierten Eltern, Großeltern, Lehrer sowie zahlreiche CDU-Mitglieder und Gäste. „Wir erfahren immer wieder von erschütternden Vorfällen, bei denen Kindern Leid zugefügt wird. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Ende letzten Jahres ein Bundeskinderschutzgesetz auf den Weg gebracht hat, mit dem bestehende Schutzlücken geschlossen werden", so Noll. Besonders wichtig sei es, dass das neue Gesetz nicht nur auf Intervention sondern auch auf Prävention setze. Eine zentrale Rolle nähmen hier die „frühen Hilfen" ein, die bereits während der Schwangerschaft greifen. Der Einsatz von Familienhebammen sei ein wichtiges Instrument zum frühzeitigen Schutz der Kinder.

Der Gesetzentwurf greife darüber hinaus zentrale Zwischenergebnisse der Beratungen des RundenTisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" auf. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe würden somit zur Entwicklung, Anwendung und Evaluation fachlicher Standards in Form von Handlungsleitlinien und Qualitätskriterien verpflichtet. Außerdem sehe der Entwurf erweiterte Führungszeugnisse für alle hauptamtlich in der Jugendhilfe beschäftigten Personen sowie das Personal in Jugendeinrichtungen vor, erläuterte Michaela Noll. Abschließend sagte Noll, dass sie zuversichtlich sei, dass mit dem neuen Bundeskinderschutzgesetz der Kinderschutz in Deutschland nachhaltig verbessert werden könne. Aus der Diskussion in Münster nimmt sie viele Anregungen mit in die parlamentarische Arbeit in Berlin.