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14.10.2011, 08:25 Uhr
NRW-CDU: Pflegeversicherung um kapitalgedeckte Komponente ergänzen

Die Pflegeversicherung steht mehr noch als die anderen Zweige der Sozialversicherung angesichts des demographischen Wandels vor einer riesigen Herausforderung. In Deutschland werden im Jahr 2050 5,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 85 Jahre alt sein und es wird ein Anstieg von heute 2,4 Millionen auf über 4 Millionen Pflegebedürftige erwartet.
Demografischer Wandel bedeutet jedoch nicht nur eine steigende Zahl Älterer und Hochbetagter in Deutschland, sondern auch eine sinkende Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter, die die notwendigen Beiträge zur Sozialversicherung zahlen.

Auch mit dieser Problematik hat sich der CDU-Landesvorstand in der gestrigen Landesvorstandssitzung befasst. „Wir halten die Bildung einer Rücklage als eine das Umlagesystem ergänzende Vorsorge für unverzichtbar. Nur so sind die Leistungen der Pflegeversicherung dauerhaft finanzierbar, ohne künftige Generationen zu überfordern“, so der CDU-Landesvorsitzende Dr. Norbert Röttgen. „Wir sind uns damit unserer Verantwortung für die finanzielle Belastbarkeit künftiger Generationen ebenso bewusst wie der Verantwortung für diejenigen, die sich in den kommenden Jahrzehnten auf die Leistungsfähigkeit der Pflegeversicherung verlassen können müssen“, so Röttgen weiter.
Der Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen hat darum gestern den Beschluss gefasst, bei der anstehenden Pflegereform die Finanzierung der Pflegeversicherung um eine kapitalgedeckte Komponente in Form einer Demographiereserve zu ergänzen. Diesen Beschluss wird der Landesverband auf dem Bundesparteitag der CDU Deutschlands einbringen.