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23.11.2011, 11:11 Uhr
Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues MdB bei der CDU Münster
Politik direkt zu „Mut zur Familie – Wie kinderfreundlich ist unsere Gesellschaft“

In einer aktuellen Diskussion berichtete der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesfamilienministerium vor einigen Dutzend Zuhörern in Münster-Gelmer, dass an erster Stelle die Familien stünden. Hier werde der Grundstein für eine menschliche Gesellschaft gelegt. Aktuelle Umfragen würden den „Trend zur Familie“ bestärken. Auch die Jüngeren strebten laut Allensbach in ihrer Mehrheit eine Familie mit Vater, Mutter und Kindern an.

Dr. Hermann Kues MdB (Mitte), Ratsherr Bruno Kleine-Borgmann und die Vorsitzende der Frauen Union, Marie-Theres Kastner, diskutierten bei „Politik direkt“

„Wenn 80 Prozent der Kinder unter 18 Jahren bei ihren beiden leiblichen Eltern aufwachsen, kann man das ganz und gar nicht eine Minderheit nennen“, so Dr. Hermann Kues MdB. „Doch es sind – am Beispiel der Bahn- nicht die pünktlichen Züge, die Schlagzeilen machen, sondern die verspäteten und erst recht die entgleisten. Funktionierende Normalität ist medienmäßig gesehen langweilig.“

Dr. Kues richtete daher auch den Blick auf die Kinderarmut. Sie sei vor allem eine Bildungsarmut. Klar sei, dass es Kinderarmut in einem reichen Land eigentlich gar nicht geben dürfe. „Gerade deshalb ist es so bedrückend, dass 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Deutschland als relativ arm gelten - das ist fast jedes 5. Kind“. Ohne staatliche Unterstützung wären heute doppelt so viele Kinder und Jugendliche armutsgefährdet. Eine der häufigsten Ursachen für Kinderarmut sei die Arbeitslosigkeit der Eltern.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Bildung der Kinder. „Bildung fängt in der Familie an“, so Dr. Kues.

Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder und tun alles, um ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. „Allerdings gibt es auch Kinder, die in schwierigen Elternhäusern aufwachsen. Einige Eltern sind mit ihrer Erziehungsaufgabe überfordert.“ Eltern bräuchten in ihrer Bildungsaufgabe Unterstützung. Erziehung habe sich in einer komplexen Gesellschaft verändert. Die Stärkung der frühkindlichen Bildung könne insbesondere den Kindern helfen, die zu Hause wenige Anregungen bekommen, beispielsweise sprachliche Förderung (Jedes 3. Kind unter 6 Jahren habe einen Migrationshintergrund).

Dr. Kues hob deshalb besonders die Projekte des Bundesfamilienministeriums „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ hervor, die mit 400 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren 4.000 Schwerpunkt-Kitas förderten.