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23.11.2011, 12:55 Uhr
EU-Finanzplanung: Darlehensfonds ausweiten
Revolvierende Fonds hebeln die Effizienz von Fördermitteln /

Für die EU-Finanzperiode 2014-2020 sollen verstärkt innovative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen. Europaabgeordnete, Experten der Europäischen Kommission und Vertreter der öffentlicher Banken (VÖB) diskutierten gestern auf Einladung des CDU-Europaabgeordneten Markus Pieper die Möglichkeiten so genannter revolvierender Fonds. Aus diesen Finanztöpfen ruft der Empfänger Mittel ab, die er danach wieder einzahlt. Die beanspruchten Mittel können so vielen Empfängern als Darlehn zur Verfügung gestellt werden. "Revolvierende Fonds stellen einen Hebel dar, mit dem wir die begrenzten europäischen Mittel besser nutzen können. Wir brauchen deshalb klare und verständliche Regeln in den künftigen Strukturfondsverordnungen", so Pieper, der stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Regionale Entwicklung des Europaparlaments ist.

Auch Vertreter der Banken sehen in revolvierenden Fonds ein bewährtes Instrument der EU-Förderpolitik: "Schon seit dem Jahr 2008 besteht in Deutschland der revolvierende Fond zur Vergabe von Mikrodarlehn an Existenzgründer. Damit haben wir zum Beispiel einem Kosmetikstudio auf die Beine verholfen, das sonst keinen Kredit bekommen hätte. Nun können vom zurückgezahlten Geld weitere Existenzgründer profitieren", sagte Magrit Rieger von der NRW-Bank in Münster.

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