Grau fordert „Runden Tisch Innenstadtverkehr“

Generationenfrage kann nur durch echte Beteiligung beantwortet werden

02.02.2021, 12:32 Uhr
Verkehrsfrage lässt sich nur gemeinsam lösen: Münsters CDU-Vorsitzender Hendrik Grau  Foto: CDU
Verkehrsfrage lässt sich nur gemeinsam lösen: Münsters CDU-Vorsitzender Hendrik Grau Foto: CDU

„Die Frage, wie wir in Münster zu weniger Autoverkehr in der Innenstadt kommen können, ist zu wichtig, als dass sie von einigen hinter verschlossenen Türen ausbaldowert wird“, erklärte Hendrik Grau zu dem berichteten Einlenken der Linksparteien im Rat. Insofern begrüße Münsters CDU-Vorsitzender den scheinbaren Richtungsschwenk von Grünen, SPD und Volt dahingehend, dass in dieser Frage jetzt doch die Menschen mitgenommen werden sollen.

Der starke öffentliche und interne Druck habe jetzt scheinbar einen Sinneswandel innerhalb der Fraktionen bewirkt und die radikalen Kräfte ein wenig eingebremst. „Dennoch ist es wichtig, dass den Ankündigungen jetzt auch Taten folgen müssen. Es muss ein möglichst breiter gesellschaftlicher Dialog darüber stattfinden. Die Frage, wie der Verkehr in der Innenstadt künftig organisiert werden soll, betrifft nicht nur die Bewohner der Innenstadt, sondern die ganze Stadtgesellschaft.“ Grau forderte in dem Zusammenhang die Beteiligung von IHK, den Kaufmannschaften, von Senioren, Familien und insbesondere Vertretern aus den Außenstadtteilen und auch den Umlandgemeinden.

Hendrik Grau erinnerte daran, dass die CDU den Parteien, die jetzt ein Linksbündnis im Rat anstreben, mehrere Gesprächsangebote gemacht habe. „Die Frage, wie der Innenstadtverkehr in Zukunft im Binnenverhältnis von Wirtschaft, Lebensqualität und Nachhaltigkeit organisiert werden kann, ist eine Generationenentscheidung.“ Nur ein möglichst breiter gesellschaftlicher Konsens und die Berücksichtigung möglichst vieler Interessen könne hier eine dauerhafte Legitimation erzeugen, die auch unter wechselnden politischen Mehrheiten Bestand habe. Ein „Runder Tisch Innenstadtverkehr“ könne hier ein mögliches Forum sein. „Wichtig ist, dass ein solcher Prozess nicht nur eine Hülle sein darf, sondern eine echte Partizipation der Bürgerinnen und Bürger ermöglichen muss.“